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HERWIG ZENS
Die Larven dieser Welt
Die literarische Figur des Königs Ubu (Ubu roi) von Alöfred Jarry diente Herwig Zens als Anregung für diese seltsame Gruppe der acht Holzstelen. Angeführt von dem Kronetragenden tanzt ein eher freizügiges Gefolge, bestehend aus Haremsdamen, einem Ritter und dem verkleideten Tod in den Abgrund. Doch alle Figuren wissen um den Zielort des seltsamen Zuges, der stark an das von Zens immer wieder bearbeitete Thema des Totentanzes erinnert.
Seit ca. 20 Jahren arbeitet der 1943 geborene Herwig Zens an und mit dieser Thematik. Beginnenden mit seiner großen, ca. 6om langen Variation des Basler Totentanzes", der sich heute im Besitz des Historischen Museums Basel befindet und den es in seiner radierten Version auch in der Ausstellung zu sehen gibt, setzte er sich auch einige Jahre später mit dem Füssener Totentanz" auseinander. Seine Arbeiten dazu befinden sich heute im Museum von Füssen. 2003 kam es dann zu der Aufstellung der Paraphrase des Lübecker Totentanzes", wo es sich wie bei den Stelenobjekten des Ubu roi" auch um eine Zusammenarbeit mit dem Architekten Sepp Brugger, der Kirchengestühl als Träger der Bilder nachbaute, handelte. Über diesen Entstehungsprozess wurde auch eine Filmdokumentation geschaffen, die in Form eines Videos zu sehen ist. In Vorarlberg kennen wir Zens von seiner Überarbeitung einer Partitur des Komponisten Rainer Bischof, der im Auftrag der Bregenzer Festspiele und der Wiener Symphoniker 1999 einen Totentanz für großes Orchester op. 57" schuf, der auch im Rahmen der Bregenzer Festspiele uraufgeführt wurde. Diese Arbeit ist zur Gänze (40 Lithographien) im Rahmen der Ausstellung zu sehen.
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