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Kunst.Szene.Südtirol
Der Südtiroler Künstlerbund
im Palais Liechtenstein
Lois Anvidalfarei, Julia Bornefeld, Robert Bosisio,
Arnold M. Dall`O, Ulrich Egger, Ruth Gamper, Elisabeth Hölzl,
Wilma Kammerer, Hubert Kostner, Annemarie Laner, Brigitte
Mahlknecht, Franz Messner, Walter Moroder, Robert Pan, Martin
Pohl, Josef Rainer, Sylvie Riant, Barbara Tavella, Stefan
Tschurtschenthaler, Willy Verginer, Elisabeth Weiss, Letizia
Werth
Die Präsentation des Südtiroler Künstlerbundes
im Palais Liechtenstein in Feldkirch möchte einen Querschnitt
durch aktuelle Positionen von Südtiroler Kunstschaffenden
bieten. Es handelt sich dabei um einen kritischen Einblick
in eine Szene, die sich in den letzten Jahren dynamisch entwickelt
hat und immer weniger an ausschließlich territoriale
Maßstäbe gebunden ist. Die bereits etablierten
Künstler sowie die erst in letzter Zeit hervorgetretenen
Namen bewegen sich in einem immer breiteren Umfeld: Trotz
des regionalen Bezugsrahmens sind viele Künstler außerhalb
der Grenzen unseres Landes tätig und schöpfen Erfahrungen
aus internationalen Situationen, die sich wiederum in ihren
Werken widerspiegeln. Die Vielfalt an möglichen Auseinandersetzungen
und die stetig wachsende Mobilität führen gleichzeitig
auch zu einer heterogenen künstlerischen Produktion:
Die Inhalte und Ausdrucksformen entsprechen jenen der "globalisierten"
Kunstwelt. Keine Technik oder künstlerische Stilform
ist mehr vorherrschend, alles ist in einer gewissen Hinsicht
erlaubt, insofern es am besten den Zielvorstellungen des Künstlers
entspricht.
So finden wir im Rahmen dieser Gemeinschaftsausstellung in
den 22 ausgewählten Positionen die verschiedensten Medien
- von der Malerei zur Skulptur, von der Fotografie bis zum
Video und zur Installation. Viele traditionelle Medien sind
auch untereinander verflochten: Fotografie wird mit Skulptur
vermischt, Malerei wird zu Assemblage, plastische Installationen
werden mit Elementen der Fotografie ergänzt. Die Mehrzahl
der Künstler arbeitet nicht mehr mit nur einem Medium,
sondern sie jonglieren gleichsam zwischen den zur Verfügung
stehenden Ausdrucksmöglichkeiten. Die Themen sind gleichfalls
nicht auf einen gemeinsamen Nenner zurückzuführen:
Die aktuellen Tendenzen und Positionen sind gleichzeitig lyrisch
und engagiert, intim und allgemeingültig, poetisch und
provokatorisch. Sie entsprechen keinem einheitlichen Weltbild,
entspringen jedoch einer überzeugten Auseinandersetzung
mit der Welt, welche auf den verschiedensten Ebenen erfolgen
kann.
Vielleicht wird gerade diese Freiheit spürbar, eine individuelle
Freiheit als Reaktion auf eine globalisierte Welt, die aber
auch Fragilität in sich birgt. So ist jede der 22 Positionen
durch eigenständige Aussagekraft gekennzeichnet und erschließt
dem aufmerksamen Beobachter jeweils eine neue Wahrnehmungsmöglichkeit.
Gleichzeitig wird auch unausweichliche Eigenverantwortung
des Einzelnen vermittelt. (Dr. Letizia Ragaglia)
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