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forma corporis II
ANA - Barbara Bernsteiner - Sini Coreth - Canan Dagdelen
Judith.P.Fischer - Barbara Graf - Julie Hayward - Caroline
Heider - Judith Huemer - Mrs. Manmeet - Susanne Thiemann -
Käthe Wenzel
Die Ausstellung im Palais Liechtenstein Forum für
zeitgenössische Kunst zeigt ab 7. Dezember 2006 Positionen
der zeitgenössischen Skulptur. Die gegenwärtige
Skulptur operiert in jenem von der Kunsttheoretikerin Rosalind
Kraus als "erweitertes Feld der Skulptur" bezeichneten
Bereich. Dies bezieht sich einerseits auf die Verwendung neuer
Materialien, wie Kunststoff, Industrieprodukte u.a., die seit
den 1960er Jahren die kontinuierliche Entwicklung eines neuen
Skulpturenbegriffs, neben der Umsetzung formaler und konzeptueller
Anliegen, prägte, als auch auf die Grenzüberschreitungen
in der Wahl der Medien. So werden die skulpturalen Konzepte
auch im Video und in der Fotografie entwickelt, wie dies einige
Beispiele der Ausstellung zeigen.
Julie Haywards Fotografien oder Judith.P.Fischer Fotomorphings
stehen im Kontext ihrer Objekte und stellen eine Erweiterung
der Skulptur im Medium der Fotografie dar. Gänzlich in
der Fotografie allerdings unter durchaus divergierenden Ansätzen,
entwickeln Caroline Heider und Judith Huemer ihre Arbeit mit
dem Körper als Form und Objekt. Sini Coreth arbeitet
in ihrer Videoarbeit "wipe" mit dem heterogenen
Tabus des Körperlichen im europäischen und arabischen
Raum. Ebenso thematisiert Canan Dagdelen mit ihrer Fotografie,
die sie in der Folge in Keramikarbeiten weiterentwickelt,
den Begriff Heimat und Fremde. Das Fremde manifestiert sich
am Körper der von Canan Dagdelen in Wien fotografierten
Frauen. Allein ihre Kleidung dokumentiert innerhalb des Straßenbildes
eine Präsenz, die mit dem Begriff "des Anderen,
des Fremden" assoziiert wird.
So stehen im Focus der Ausstellung forma corporis II Künstlerinnen,
die sich in ihren Arbeiten auf den Körper im Allgemeinen
oder auch auf ihren eigen Körper beziehen. Der eigenen
Körper dient als Maßeinheit um dann in Form der
"flexiblen Skulpturen" aus Stoff oder Karton von
Barbara Graf einzufließen oder in die abstrakten Objekte
von ANA, Julie Hayward oder Susanne Thiemann transformiert
zu werden. Kennzeichnend für die ausgestellten Arbeiten
ist die Auseinandersetzung mit organischen Formen als auch
mit den strukturellen Fragen etwa der Anatomie oder der Oberflächenbeschaffenheit.
Keramik und Textil stellen dabei als ein für die zeitgenössische
Skulptur wieder entdecktes Ausdrucksmittel dar, wie dies in
der Ausstellung forma corporis II die aus Textil und Wolle
entwickelten Arbeiten von Barbara Bernsteiner, Barbara Graf,
Susanne Thiemann und auch Käthe Wenzel zeigen.
pdf
der Einladung zum download (3 MB)
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