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DENKRAUMINSZENIERUNGEN
Edgar Leissing, Zeichnungen
Albrecht Zauner, Skulpturen
Albrecht Zauner
formuliert eine Intensität der künstlerischen Auseinandersetzung,
die das Leben an sich als Ausgangspunkt des Arbeitsprozesses
sieht.Das Leben bestimmt die Form und Kunst ist keine Metaebene
parallel zur Natur,sondern ist exakt authentisch mit dem realen
Schwimmen im Strom des Unausweichlichen. Daher ist das Gezeigte
auch widerständig.Das Werk setzt eine bildhauerische
Tradition voraus und ist resistent gegen zeitgeistige Oberflächlichkeit.Der
Betrachter begegnet essentiellen, zeitlos menschlichen Fragen.Zauners
Kunst ist ein Plädoyer für offene Verbindlichkeit.Die
formalen Lösungen,die er in Stein oder Bronze erarbeitet,sind
verbindlich. Offenheit steht für das räumliche Konzept,aber
auch das lebensbejahende Prinzip von Suchen und Scheitern.
Edgar Leissing
zeigt Zeichnungen und Gemälde aus dem Zyklus seiner DenkraumInszenierungen.
Der Künstler kreiert und inszeniert in seiner Kunst eine
stets neue und zugleich unbeschwert lustbetonte Welt,die aus
seinem Fundus von Zeitschriften und Hochglanzmagazinen entspringen.
Unter seiner choreographisch waltenden Hand entstehen zufällig
und bewusst neue Bildwirklichkeiten.Dabei handelt es sich
um einen Manierismus in Reinkultur. Dies gilt nicht nur für
die äußerlichen Indizien - die gekrümmten
Verrenkungen der Figuren,die Konfrontation heterogener Bildpaare,die
erotische Zurschaustellung der Protagonisten - sondern auch
für die inhaltlichen Ebenen. Die Motive entspringen dem
zeitgeistgeprägten Schein der Seitenblicke-Wirklichkeit,
der Welt von markenfähigen Identitäten.Der Künstler
zitiert und jongliert,er lässt sich zum kreativen Funkenschlag
treiben und transformiert die Wortspenden in seine expressiv
malerische Bildsprache. Mit genialer Lockerheit arbeitet er
an einer idealen, weil real ausgeformten Scheinwelt.
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