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Vom Schauen und Sehen
PATRICK KAUFMANN, Malerei
HANNO METZLER, Skulpturen
Von 8. Mai bis 31. Mai 2009 sind im Palais Liechtenstein,
Forum für zeitgenössische Kunst, in Feldkirch Arbeiten
des Liechtensteiner Künstlers Patrick Kaufmann und Skulpturen
des Bregenzerwälder Bildhauers Hanno Metzler zu sehen.
Eine Farbe fällt dem Maler nicht zu, sie kommt zu ihm
hin, und er muss sich empfangsbereit erweisen; seine Aufgabe
ist auch diejenige, das Herannahen der Farbe, die zu ihm gehört,
in den allerersten Anzeichen auszumachen, also dafür
(und für das dann Verlangte), seine Sinnesorgane zu schärfen,
die Augen weiter aufzureißen, als es ihm womöglich
bis dahin gefällt. Die Farbe hat mich, ich bin
Maler. Paul Klee. Er meint das Bild des Künstlers,
der von seiner Farbe gefunden wird und sich nicht selbst im
Suchen nach ihr verliert. Patrick Kaufmann hatte sich zu seinem
Blau hin(durch)gearbeitet und zugleich ist dieses dann später
erworbene Blau ihm anteilig entgegen gewachsen,
um einen organischen Begriff dafür in Verwendung zu bringen.
Vielleicht ein Treffen in der Mitte, wo sich der Hergang nicht
mehr genau trennen oder unterscheiden lässt. Es wird
endlich zum Element, als das es der Maler selbst
bezeichnet. (Martin Kolbe)
Kaum ein Gegenstand, kaum eine Erscheinung in der Natur,
die so sehr das Objektive verkörpern wie Steine. Steine
stehen nach unserem menschlichen Maßstäben
fest, unverrückbar, unveränderbar an ihrem
Platz. So sind Steine das Material par excellence für
Bildhauer wie Hanno Metzler. Je härter, desto besser.
Wer nach Ebenbürtigkeit mit Steinen strebt, braucht einen
starken Arm und Geduld, Geduld, Geduld, samt einer gesunden
Portion Demut, vermengt mit ebensoviel Übermut. Das Urbild
des Steinarbeiters ist Sisyphus. Ihn haben die Götter
dazu verdammt, in Ewigkeit einen Stein auf einen Berg zu schleppen,
um ihn danach wieder hinunter rollen zu lassen. Wir müssen
uns Sisyphus als glücklichen Menschen vorstellen, hat
Albert Camus erkannt. Sich an Steinen abarbeiten. Bildhauerei:
Den Stein zu bearbeiten ist immer zugleich Arbeit an der Seele
des Steins und an derjenigen des Bearbeiters. (Dr.
Peter Natter)
Vernissage
im Palais Liechtenstein, Feldkirch
Donnerstag, 7. Mai 2009, 20 Uhr
Elisabeth Stöckler spricht mit den Künstlern über
ihre Werke
Dauer der Ausstellung: 8. Mai bis 31. Mai 2009
Kulturreferat Feldkirch, Schlossergasse 8, 6800
Feldkirch
Tel. +43 (0)5522 304 1272
Einladung
als pdf zum Download
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